Qualitätskriterien für Masterprogramme

Die Anzahl der Anbieter von Masterstudienprogrammen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Dadurch ist es nicht immer einfach, unter den Angeboten die Spreu von Weizen trennen zu können. Dennoch können einige Anhaltspunkte zur Vergleichbarkeit herangezogen werden. Die nachfolgende Liste erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

• Akkreditierung:
Einziger wirklicher Garant für einen guten Ausbildungsstandard sind die Gütesiegel der anerkannten Akkreditierungsagenturen (AACSB, EQUIS, AMBA und FIBAA). Doch es sollte auch darauf geachtet werden, ob die Akkreditierung bereits abgeschlossen bzw. immer noch gültig ist.
• Bisherige Absolventen:
Obwohl neue Anbieter nicht von vornherein schlecht sein müssen, werden in den Anfangsjahren die Programme meist noch optimiert. Die Anzahl beziehungsweise die Erfahrungen bisheriger Absolventen können deshalb Aufschluss über die Qualität der Ausbildung geben.
• Aufnahmekriterien:
Von den geforderten Aufnahmebedingungen kann auf die Qualität der Teilnehmer geschlossen werden.
• Öffentlich oder Privat:
Grundsätzlich zeichnen sich Institutionen der öffentlichen Hand durch eine hohe Sicherheit bei der Einhaltung aller bildungsrelevanten Themen aus. Ihre Vorgehensweise ist jedoch meist sehr pragmatisch. Als eine erfolgreiche Variante hat sich das sogenannte Private-Public-Partnership erwiesen. Hier gehen Unternehmen Kooperationen mit der öffentlichen Hand ein. Diese Modelle zeichnen sich meist durch eine Kombination aus Sicherheit und Dynamik aus, wobei darauf geachtet werden sollte, wie die jeweiligen Kräfteverhältnisse in den Gesellschaftsstrukturen gestaltet sind. Die rein privaten Bildungseinrichtungen können sehr dynamisch - und somit den Anforderungen des Marktes entsprechend – ausgerichtet sein. Die Gefahr, dass sich hinter dem Angebot eine Titelmühle verbirgt, ist bei dieser Gesellschaftsform jedoch am höchsten.
• Rankings:
Der jeweilige Rang in den aktuellen Ranking-Listen ist vor allem für den Ruf und die Reputation der jeweiligen Institution wichtig.
• Alumni:
Die Stärke der Alumni-Organisation macht sich zwar erst nach erfolgreicher Beendigung des Studiums wirklich bezahlt – sie sollte jedoch schon bei der Auswahl dessen Auswahl mit berücksichtigt werden.
• Andere Teilnehmer:
Da Teamwork ein wichtiger Faktor während des Studiums ist, prägen die Mitstudierenden auch das Bild mit, das die jeweilige Institution nach Außen abgibt. Dabei wird ein hoher Prozentsatz internationaler Studenten als positiv betrachtet.
• Methodisches Vorgehen:
Praxisbezug, Interaktion, Betreuung und e-Learning sind die lehr-methodischen Aspekte, die genauer unter die Lupe genommen werden sollten.
• Kompetenz der Lehrenden:
Besonders die weltweite Rekrutierung von Vortragenden zeugt von einer hohen Qualität der Ausbildung.
• Kosten:
Vorsicht ist bei allen Angeboten geboten, die entweder deutlich über oder deutlich unter vergleichbaren Programmen liegen.

Um zu den nötigen Informationen über die Anbieter und deren Programmen zu gelangen sollten möglichst alle Quellen wie Internet, Bücher oder Zeitschriften genutzt werden. Weiters bietet sich auf speziellen Postgraduate-Messen die Möglichkeit, relativ schnell mit vielen verschiedenen - und vor allem den richtigen - Ansprechpartnern konkrete Fragen zu besprechen.

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